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Schiebeler.

Kantate.

Die

Menuet.

du, durch die ich jüngst entdeckt,
Daß jene mächt❜ge Schmerzen,

Die mich die Zärtlichkeit für Daphne füh.
len lehrt,

In ihrem schönen Herzen

Des Mitleids sanften Trieb erweckt,
Dich, Menuet, erhebe mein Gesang!

Wie glüht für dich mein ganzes Herz von Dank!
Kein andrer unter allen Tånzen

Lässt so, wie du, ein göttlich Mädchen glänzen.
Ein zärtlich Paar, das sich

Einander zugedacht,

Wie täuschet es durch dich
Den eifersüchtigen Verdacht!

Selbst die Göttin von Cythere
War es, welche dich erfand.
Bei den hohen Götterfesten
Tanzt fie dich, der Tänze besten,
Aufgeführt von Mavors Hand.

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Liemeyer.

Niemeyer.

Von Hrn. August Hermann Niemeyer, Professor der Theologie zu Halle, hat man eine poetische Sammlung (Leipz. 1780. kl. 4.), die größtentheils aus geistlichen Einges gedichten besteht, denen ihr eigner Werth sowohl, als die das zu gefeßte Musik des sel. Rolle, vielen gerechten Beifall er: worben hat, Das erste darunter, Abraham auf Moria, scheint mir immer noch das vorzüglichste zu seyn. Der Raum erlaubt mir davon nur die zweite Handlung zu lies fern, welche die Katastrophe enthält.

Abraham auf. Moria.

Zweite Handlung.

Abraham. Isaak. Abimael. Seba.

Die Scene ist eine Flur nah am Berge Moria.
macht ein kurzes Vorspiel.

Abraham.

Die Musik

„Sieh! dort erhebt der heilge Opferberg
Sein golones Haupt, bestrahlt von Morgenroth.
Dort, wo der Hügel auf dem Felsen ruht,

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99

Dort opfern wir, mein Sohn, dem Herrn!

Bleib Abimael, und du Seba, bleibt,

Wo sich des Berges Fuß in Hain verliert
Wir gehn hinauf

Dort anzubeten, kehren dann zu euch!
Nimm, Isaat, das Opferholz!

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Zum heiligen Altar..

Doch sieh — hier Holz und Feu'r

Friemeyer.

hier Holz und Feu'r und wo das Opfers
lamm?

Abraham.

Der Herr wird sich ein Opferlamm ersehn,

Sich selbst ein Opferlamm ersehn, mein Sohn.
Auf! folge mir! —

sie gehen den Berg hinan,

Abimael. Seba.

Abimael.

Abraham, dich segne der Herr! Ach Ernst und lastens der Kummer

Ruhte, wie finstres Gewölk, dir auf der denkenden `

Stirn.

Seba.

Abraham, dich segne der Herr! Dir kehr' am heiligen

1

Altare

Sanft, wie Helle des Tags, Fried' in die Seele zus

Isa't, Jehova mit dir!

An dem trüben Blick

rück!

Abimgel.

Wie hing das Auge des Júng:
lings

Abrahams, wie schwamm ihm
der Blick!

Isa't, Jehova mit dir!

Seba.

Die helle zitternde Thråne, Schön, wie Tropfen des Thau's, trockne vom schwims

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aham)

Abraham
Isaat

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Ström euch, wenn ihr nun fleht, Wonne des Hims

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mels ins Herz!

Die Scene auf dem Berge Moria.

Abraham. Isaak.
Isaak.

indem er den Berg betritt.

Sei mir gegrüft, du schöner Blumenhügel,
Gegrüfft, gegrüsst im Morgendust!

Mein Vater aber welch ein Blick?
So bang! So bang!

O du, der sonst im Halm, im Wurm den Schöpfer
fühlt,

So bang auf Gottes Schöpfung!

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"

„Herr stärke mich! — Herr stärke mich! “ —
Sehr heilig ist der Herr, mein Sohn, und unerforschs

1

Er stärke dich und mich!

lich.

Laß uns den Altar baun, und fing',
Indem wir baun, den Morgengesang.

Jaak.

faat.

während der Zeit da Abraham und er einen Altar von
Rasen bauen.

Die helle sternenvolle Nacht/
Lag schweigend auf der Flur,
Doch siegend kam in voller Pracht
Die Seele der Natur,-
Und junge Lust, und Freude lacht
Auf thaugetrånkter Flur.

So lacht mir, wenn im stillen Grabe
Ich, Saat von Gott, geschlummert habe,
Der Auferstehung Morgenroth.

Die helle sternenvolle Nacht

Lag schweigend auf der Flur,

Doch siegend kam in voller Pracht

Die Seele der Natur,

Und junge Lust, und Freude lacht
Auf thaugetränkter Flur.

Und nun, mein Vater, sieh, es stehet der Altar!
Ich hab ihn mit Blumen geschmückt, Rosen gebrochen,

Ihn umflochten mit Rosen.

Aber das Opferlamm

Ich seh' es nicht — birgt es jenes Gebüsch?

Weiden dort Heerden?

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Soll ich gehn,

Wählen das Schönste von der Seite der Mutter,
Bringen das Lämmchen zum Opfer dem Herrn?

Abraham.

Herr stärke mich!— wie soll ich reden,

Wie es ihm entdecken? Ach! mein Sohn

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Gott fordert heut kein Lamm, ein größer Opfer fordert

Gott,

LTiemeyer.

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