Sivut kuvina
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Selig, selig, himmelselig
Ist das hocherhabne Amt,
Auszuspenden, gleich der Sonne,

Durch den großen Raum der Welten,'.

Ins Unendliche des Geistes

Lebensnahrung, Licht und Kraft!

✪ wie hoch und herrlich strahlet
Des Triumphes Majestät,
Wann der Held des Geistes Chaos,
Und des Chaos Ungeheuer,
Brut der Barbarei, besteht,
Und zum Rechte seines Adels

Den gepressten Geist erhöht!

Georgia Augusta, schön und stark,
Voll Lebensgeist und Mark,

Mit Athendens Rüstung angethan,

Gieng tadellos bis heut' der Ehre Bahn,

Und stritt des Kuhmes Streit

Mit ungeschwächter rascher Tapferkeit.

Nun steht sie, lehnt sich ruhend auf dem Speer,

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das zeuge du, Gerechtigkeit!

Getrost zurück auf ihre Thaten schaun.

Bürger.

Des Kampfes Richter nehmen mild und schmets

chelnd

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Bürger.

Süß duftend mit lieblichen Blumen,

Laut rauschend mit Laube des Ruhms umlaubt!

Wer aber führt den schönen Sohn der Zeit,
Wer führt herauf von Osten
Den hellen Ehrentag,

Den lauten Wonnebringer?
Wer führt der schönen Jubelbraut
Den Jubelbräutigam nun zu?

Wer weihet zur Unsterblichkeit sie ein? -
Wer sonst, als ihres großen Vaters Geist,
Und ihrer heimgewallten Pfleger Geister,
Die jetzt, von Gott dazu ersehn,
Ihr unsichtbare Lebenswächter sind?

Hebe dich himmelan, Weihegesang,
Hoch in die Heimath der seligen Schaar!
Zeuch der großen Heimgewallten
Geister zum Feste der Tochter herab!

Schwebe herunter, wir rufen dir laut,
Schwebe vom Himmel, unsterbliche Schaar!
Freue dich der Ruhmbekränzten,

Hoch in der Blüthe der Schönheit und Kraft!

Führt, ihr Verklärten, in Bräutigamspracht,
Führer den Freudenerwecker ihr zu!
Strömt auf ihre Kraft und Schönheit
Segen der ewigen Jugend herab! -

Merkt auf! Sie habens vernommen,
Die schüßenden Geister! Sie kommen!
Sie führen den glånzenden Bräutigam an!
Schon wehet der heilige Schauer voran.

Schaut

Bürger.

Schaut auf! Die Himmlischen steigen,
Ein feierlich schwebender Reigen,
Ein tönender, Seelen entzückender Chor,
Auf purpurnen Wolken in Often empor.

Schlagt hoch, ihr lodernden Flammen
Der Herzen und Lieder, zusammen!
Führt, Orgel und Pauke, mit festlichem Klang
Entgegen des frohen Willkommens Gesang!

Ebeling.

Ebeling.

Ebelingi

Von diesem sehr würdigen, auch mit Poesie und Musik gleich vertrauten, Gelehrten (Professor in Hamburg; geb. 1741.) haben wir seit kurzem verschiedne mit Geist und Wär me geschriebne Kantaten erhalten, wovon zwei im dießjährigen Hamburgischen Musenalmanach abgedruckt find. Ein junger Komponist von den seltensten Talenten, Hr. Musikdis rektor Schwenke in Hamburg hat fie, zur größten Befries digung aller Kenner, in Musik geseßt.

Lobgesang auf die Harmonie.

Himmelgeborene Tochter der Gottheit!
Weltenerhalterin, Mutter des Segens,
Wonnegebåhrerin! Höre die Flehenden,
Komm aus der Seligen Himmelsgefilden,
Komm, Harmonia, segnend herab!

Einst, als der Ewige

Die Welten dacht', und Welten wurden,

Schuf er auch dich. Da floß

Durch alle Schöpfungen des Segens Strom,

Da wurden Leben, Licht und Wonne.

Um jede Sonne

Mälzt unter Sternenklang

Sich eine neue Welt. Der Engel Lobgesang

Scholl in den Psalm der Sphären,

Dem Gott der Macht, dem Schaffenden zu Ehren.

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Ebeling.

Mit Huld sah auch, Harmonia, dein Blick

Auf unsre Welt, erfüllte sie mit Glück.

In jedes Sterblichen Brust

Ergoß sich herzerhebende Freude!
Himmlisches Gefühl der Luft
Kam mit dir herab zur Erde,

Daß sie des Segens Wohnung werde.

Doch ach! wie schnell entflohn

Die Seligen, mit dir, zurück zu Gottes Thron!
Ein banger Mißklang ward dieß Erdenleben,
Des Jammers Schauplaß unsre Welt,
Bon tausendfacher Noth entstellt.

Dunkel deckte

Die Völker, Finsterniß das Erdreich: felsenschwer
Lag Sünd' und Elend auf der Erde. Wer,
Ach! wer verscheuchte dich? wer sandte Elend?
Wer sprach, daß diese Erde.

Des Jammers Schauplah werde ?

Wehe! will denn keiner uns erretten?

Herrscht ewig Mißton nun?

Führt ewig Zwietracht nun mit ehrnen Ketten
Die Sterblichen gefesselt durch dieß Leben?

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Wie Gottes erster Blick die hohe Schöpfung sah,
So schda blüht nun durch dich, Harmonia,

Die neue Schöpfung wieder.

Nun schallet Preis und Dank

Der hochbegnadigten Geretteten empor.

Welch

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